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Weser-Kurier: AB IN DEN SCHRANK

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"Ab in den Schrank" ist das Paradebeispiel einer Farce, die von Verwechslungen und übertriebener Situationskomik lebt. Insgesamt hat das Stück viele witzige und vor allem gut gespielte Momente.

"Zwei Männer, drei Frauen und eine durstige Oma

Mit "Ab in den Schrank", einer Komödie von Sébastien Castro (Inszenierung: Marc Gelhart), ist das Boulevardtheater Bremen im Tabakquartier jüngst in seine sechste Spielzeit gestartet. Und so langsam scheint sich herumgesprochen zu haben, dass Bremen seit 2021 ein neues Theater hat, bei dem Fans von Komödien und Farcen auf ihre Kosten kommen: Der Theatersaal ist zur Premiere am Donnerstag rappelvoll.

Es sind vor allem Martin und Youssouf, sprich Marco Linke und Alexander Soehnle, die an diesem Abend im Zusammenspiel glänzen. Linke mimt seinen Martin als selbstbewussten, smarten Typen im lockeren Anzug. Soehnles Youssouf hingegen ist nicht minder selbstbewusst, aber eher simpel gestrickt und schlurft in Adiletten, Jogginghose und Hawaiihemd durch seine Wohnung. Dass die beiden so gegensätzlich sind und trotzdem zusammenarbeiten müssen, macht den Witz dieser Farce aus.

Fazit: "Ab in den Schrank" ist das Paradebeispiel einer Farce, die von Verwechslungen und übertriebener Situationskomik lebt. Dass das Ensemble bei den ganzen Namendrehern selbst (fast) nie durcheinanderkommt, ist eine großartige Leistung. Insgesamt hat das Stück viele witzige und vor allem gut gespielte Momente. Die Oma als Sidekick ist grandios, und Alexander Soehnle möchte man zwar wirklich nicht als Nachbarn haben, aber gerne häufiger auf der Bühne sehen."

(Weser-Kurier, 22.09.26)